05.05.2020 / 13:50 Uhr NACHTRAG: Coronavirus - Missbrauchsbeauftragter warnt vor „Öffnungseuphorie“ / Rörig: „Familiäre Gewalt endet nicht mit Öffnung der Schulen.“ / 16.04.2020 - Gemeinsam gegen Miss

Stadt Falkenstein/Harz, den 05.05.2020

16.04.2020 / 18:40 Uhr Coronavirus: Gemeinsam gegen Missbrauch - Die wichtigsten Hilfeangebote – telefonisch, online, kostenfrei und anonym

In der Anlage ist ein Flyer des Unabhängigen Beauftragten gegen sexuellen Kindesmissbrauch mit Informationen zu Beratungsangeboten und Telefonhotlines beigefügt.

Die Gefährdung von Kindern und Jugendlichen sei durch die soziale Isolation während der Corona-Pandemie gestiegen. Um möglicherweise gefährdete Personen unterstützen zu können, sind leicht erreichbare Beratungsangebote notwendig.

Nachtrag am 05.05.2020:

 

Online am 05.05.2020 / 13:50 Uhr Coronavirus - Missbrauchsbeauftragter warnt vor „Öffnungseuphorie“ / Rörig: „Familiäre Gewalt endet nicht mit Öffnung der Schulen.“

In der Anlage finden Sie eine aktuelle Pressemitteilung des Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (Auszug):

„Berlin, 04.05.2020 Der Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM) der Bundesregierung, Johannes-Wilhelm Rörig, warnt davor, die schrittweise Öffnung der Schulen ab heute als Rückkehr in eine behütete Normalität für Kinder und Jugendliche misszuverstehen:

 

„Wir dürfen nicht den Fehler machen und glauben, dass Missbrauch und andere Gewalt in Familien beendet ist, nur weil jetzt die Schulen langsam wieder öffnen,“ sagt Rörig. „Gewalt in der Familie hat auch schon vor Corona zur gesellschaftlichen Realität gehört. Aber jetzt werden die Bedrohung von Kindern und Jugendlichen durch familiäre Gewalt und ihre Hilflosigkeit sehr deutlich. Die aktuelle Krise wirkt hier wie ein Brennglas.“

 

Der Missbrauchsbeauftragte rief dazu auf, gerade jetzt auf Kinder zu achten, die in den vergangenen sechs Wochen aufgrund der Ausgangsbeschränkungen wenig sichtbar waren:

„Zumindest einige Kinder und Jugendliche haben nun wieder die Chance im sozialen Umfeld ‚Schule‘ unmittelbaren Kontakt zu Lehrkräften zu haben, wenn auch weiterhin sehr eingeschränkt. Ich appelliere an alle Lehrerinnen und Lehrer gerade jetzt bei ihren Schülerinnen und Schülern auf Verhaltensänderungen zu achten. Ich weiß, dass alle stark gefordert sind, um den Lehrbetrieb unter widrigen Bedingungen wieder anlaufen zu lassen. Die Mithilfe aller wird jedoch gebraucht, um Kinder zu schützen und ihnen Hilfe zu ermöglichen.“