Abgabestellen für hilflose, verletzte oder kranke Wildtiere
Abgabestellen für hilflose, verletzte oder krank aufgefundene Wildtiere im Landkreis Harz
Falkenstein/Harz im August 2026 – Information zu den offiziellen Abgabestellen im Landkreis Harz
Eine fachgerechte Aufzucht ist entscheidend, damit Wildtiere artgerechtes Verhalten erlernen, überlebenswichtige Fähigkeiten für die freie Natur entwickeln und nicht auf den Menschen fehlgeprägt werden. Sie verhindert außerdem unnötigen Dauerstress und erhöht die Chancen auf eine erfolgreiche Wiederauswilderung erheblich.
Im Landkreis Harz dürfen hilflose, verletzte oder krank aufgefundene Wildtiere ausschließlich an den folgenden drei offiziellen Pflegestellen abgegeben werden:
Bodetal Tourismus GmbH Tierpark HexentanzplatzThale
Hexentanzplatz 4 06502 Thale T: 03947 2880 M:
| Stadt Halberstadt Tiergarten Halberstadt
Spiegelsberge 4 38820 Halberstadt T: 03941 2413-2 M:
| Stadt Wernigerode Wildpark Christianental
Christianental 11 38855 Wernigerode T: 03943 2529-2
|
Außerhalb der Öffnungszeiten dieser offiziellen Abgabestellen kann der Fund von Wildtieren (keine Haustiere) unter der Rufnummer 0151 1094 6286 beim Landkreis Harz gemeldet werden. Die Unterbringung in den offiziellen Anlaufstellen, steht stets unter dem Vorbehalt der freien Betreuungskapazitäten und der erforderlichen Personalressourcen.
Allgemeiner Hinweis: Nach dem Bundesnaturschutzgesetz (BnatSchG) sind alle Wildtiere besonders oder streng geschützt und dürfen nicht aus der Natur entnommen werden. Weitere Arten, wie z.B. bestimmte Greifvögel und Schwäne unterliegen auch dem Jagdrecht und dürfen grundsätzlich nur mit Genehmigung des jeweiligen Jägers an sich genommen werden. Eine Ausnahme sind verletzte, kranke oder hilflose Wildtiere. Hierbei gilt es zu beachten, dass Tiere der Arten Waschbär, Nutria, Bisamratte und Marderhund nicht aufgenommen werden dürfen.
Wenn Sie bei einem Spaziergang im Wald, auf Wiesen oder am Straßen- und Wegesrand scheinbar hilflose oder verlassene junge Wildtiere sehen, müssen diese selten gerettet werden. Laut der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Harz ist dies oft ein Irrtum und kann für die Jungtiere tragisch enden. Denn für Jungvögel, Rehkitze oder junge Hasen ist es völlig natürlich, auf die elterliche Pflege zu warten. So stehen Jungvögel mit den Eltern durch Rufe in Kontakt. Rehkitze und junge Hasen sind nicht verlassen, sondern werden regelmäßig von ihren Müttern aufgesucht und versorgt. Die meisten entdeckten Jungtiere benötigen deshalb keine menschliche Hilfe. Durch Rettungsversuche werden sie der elterlichen Pflege und damit einem wildtiergerechten Leben entzogen. Es entstehen für die Tiere große Stresssituationen, die sie in Lebensgefahr bringen können.
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