Seltene Blütenpflanzen aus der Kreidezeit - Vortrag
Vortrag im Haus der Natur
Wie sah die Landschaft rund um Quedlinburg vor rund 85 Millionen Jahren aus? Welche Pflanzen wuchsen damals hier und woher wissen wir heute überhaupt davon? Diesen und weiteren spannenden Fragen geht Frank Trostheide, Geologischer Präparator am Museum für Naturkunde Magdeburg, in seinem Vortrag über seltene Blütenpflanzen aus der Kreidezeit in Quedlinburg nach.
Am Donnerstag, 22. Oktober 2026, um 19 Uhr ist Trostheide zu Gast im Haus der Natur. Dies ist besonders interessant, denn er kennt die Fossilien aus der Region nicht nur aus der Sammlung, sondern war selbst an bedeutenden Funden beteiligt. So barg er bereits 1994 bei Quedlinburg eine außergewöhnliche fossile Blätterplatte aus der Kreidezeit. Die rund 85 Millionen Jahre alten Blätter stammen aus einem ehemaligen Flussaltarm. Das Museum für Naturkunde Magdeburg bezeichnet sie als die weltweit größte Blätterplatte aus der Kreidezeit.
Auch die wissenschaftliche Bedeutung der Quedlinburger Pflanzenfossilien reicht weit über die Region hinaus. Eine bedeutende Sammlung mit rund 4.700 fossilen Pflanzenfunden aus dem Raum Quedlinburg befindet sich heute im Schwedischen Naturkundemuseum. Die jüngeren Funde aus der Oberkreide zeigen bereits eine damals neu etablierte und wichtige Pflanzengruppe, nämlich die Blütenpflanzen.
Frank Trostheide ist seit vielen Jahren mit der geologischen und paläontologischen Erforschung der Region verbunden. Als Geologischer Präparator am Museum für Naturkunde Magdeburg beschäftigt er sich mit Fossilien und ihrer Präparation und war an zahlreichen paläontologischen Arbeiten und Funden beteiligt.
Ein Abend für alle, die neugierig darauf sind, was uns Steine und Fossilien über eine längst vergangene Welt erzählen können.
Wann: Donnerstag, 22. Oktober 2026 / 19:00 Uhr
Wo: Haus der Natur, Falkenstein/Harz
Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich.
Veranstalter / Veranstaltungsort
Im Winkel 197
06463 Meisdorf
E-Mail:
www.hausdernatur-meisdorf.de
