Ermsleben

Kirche St. Sixtus

Ermsleben liegt im nordöstlichen Harzvorland am kleinen Flüsschen Selke. Der Ursprung der Selkestadt, in der fast 3000 Bürger leben, ist als Ansiedlung der Warnen um 400- 500 n. Chr. zu vermuten. „Anegremislebo“ wird als Besitztum der Grafen von Falkenstein im Jahre 1045 erstmals erwähnt. Als Stadt (Oppidum) erfolgte eine urkundliche Erwähnung bereits 1298. Im Jahre 1530 erhielt sie das Stadt- und Marktrecht durch einen Erlass Kaiser Karl V. Eine Reihe von Sehenswürdigkeiten haben, in dem von der Landwirtschaft und dem Handwerk geprägten Ort die Jahrhunderte überdauert. Dazu gehören vor allem die St.- Andreas-Kirche im Ortsteil Sinsleben, welcher im Jahre 1938 eingemeindet wurde und die St.-Sixtus-Kirche. Auf einem Bergsporn südlich der Stadt liegt die Konradsburg, die mit ihrer Krypta zu den imposantesten Sehenswürdigkeiten der Straße der Romanik zählt. 1717 vernichtete ein verheerender Großbrand erhebliche Teile des historischen Stadtkerns. Nach der Restaurierung sind das 1773 erbaute Rathaus auf dem hufeisenförmigen Markt und die Taubentürme Wahrzeichen der alten Ackerbürgerstadt. Bekannte Söhne der Stadt sind der Physiker Hankel, der Nationalökonom Sombart, der Erfinder des Buntpapiers Keferstein und insbesondere der 1719 geborene Dichter der Aufklärung Johann Wilhelm Ludwig Gleim. Die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt konzentrierte sich zunächst auf die Verarbeitung der landwirtschaftlichen Produkte der Region. Eine Besonderheit ist hier die Produktion von Steckzwiebeln und der Anbau von Heil- und Gewürzpflanzen, wie Thymian und Majoran.